Ent-SPANNUNG

Mein Heilungsweg

Heute beim Meditieren war der Tinnitus im linken Ohr sehr laut. Es war wie ein Grillenzirpen im Pfeifton. Ich redete in Gedanken mit dem Tinnitus, sagte ihm, dass er ruhig gehen kann, ich werde schon für Entspannung sorgen und es war ruhig. Er war weg.

Aber nur für eine halbe Minute, dann pfiff er mir mir was und meinte, ich solle keine Reden schwingen, denn nur das Handeln zählt.

Kluger Tinnitus :).

Ich konterte mit einem Liedtext von Konstantin Wecker, der mir in den Sinn kam. Es war der Refrain von „Es gibt nichts Gutes“:

Bleib ruhigen Blutes,
sei guten Mutes.
(Ich weiß schon) Es gibt nichts Gutes,
außer man tut es.

Bleib ruhigen Blutes…

Dann konzentrierte ich mich wieder auf meinen Atem und tat Gutes, indem ich für Entspannung sorgte. Der Tinnitus ist ein wenig besänftigt und nun wieder im Hintergrund.

Meine Ohren sind, was das gute Hören anbelangt…

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Berührungsängste

le réfléchi

Hey!

Ich befinde mich zur Zeit in einer doch recht schwankenden Stimmungslage. Stimmungsschwankungen sind zwar immer da, aber es äußert sich momentan ziemlich stark darin, dass ich mich nicht anfassen lassen will/kann. Einerseits wünsche ich mir von meinem Freund beachtet und in den Arm genommen zu werden, andererseits kann ich das aber fast gar nicht zulassen. Ich stoß ihn weg und sag ihm, dass er mich nicht anfassen soll. Er drängt mich zu nichts und akzeptiert das dann auch. Er weiß ja um mein „Problem“. Einfach ist das trotzdem nicht. Für mich nicht, weil ich mich grad selbst voll ankotze und für ihn ganz bestimmt auch nicht.

Ich igel mich so in mir selbst ein und will einfach meine Ruhe haben, bin dann widerum aber extrem gelangweilt. Es ist absolut nicht so, dass ich mich nicht zu beschäftigen weiß, aber manchmal kotzt mich einfach ALLES an und ich hab zu…

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Der Sündenbock.

Disputnik

Sie braucht ihn, braucht ihn dringend, braucht einen Sündenbock. Denn der Sündenbock ist das einzige Tier, das ihr helfen könnte, das einzige Tier, das sie retten könnte. Doch der Sündenbock, er ist des Einhorns finsterer Bruder, und wenn sie die Augen aufschlägt, zerfallen beide Kreaturen gleichermaßen im grellen Licht der Realität, fallen der Welt zum Opfer. Sie hat das Einhorn getötet, sie weiß es, das weiße Fell, es ist längst im braunen Rot des geronnen Blutes erstarrt. Sie sucht nach Vergebung, sie sucht nach einem Schuldigen, dem sie vergeben kann, sie sucht nach einer Lösung, nach Erlösung, doch sie findet nur die Schuld, ihre Schuld, und in dieser Schuld liegt ihre Sünde, die einzige Sünde. Eine andere Sünde gibt es nicht, hat es nie gegeben, da ist nichts, das es zu sühnen gäbe. Sie hat wohl überhaupt nichts falsch gemacht, niemand hat etwas falsch gemacht, aber irgendwie ist dennoch alles…

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